Zahnarzt Hamburg | Praxis Thomas Lewandowski
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Rauchen und Mundhygiene

“Rauchen kann tödlich sein” prangt auf allen Zigarettenschachteln, daneben finden sich auch Hinweise auf die anderen schädlichen Auswirkungen des Nikotinkonsums. Die ‘Raucherlunge’ und das ‘Raucherbein’ sind zwei davon, die im allgemeinen Bewusstsein schon lange verankert sind.
Woran viele aber nicht denken, ist, dass die Schäden, die das Rauchen den Atemwegen zufügt, schon in der Mundhöhle beginnen. Sämtliche Schadstoffe, die durch das Verbrennen des Tabaks freigesetzt werden, treffen zu allererst auf Zähne, Zunge, und Schleimhäute der Mundhöhle. Denn Rauchen verursacht Mundhöhlenkrebs und das Risiko, dass diese Krankheit tatsächlich ausbricht ist bei Rauchern bis zu sechs Mal höher, als bei einem Nichtraucher. Der Speichel, der auch für den Schutz der Mundschleimhaut von großer Wichtigkeit ist, wird schon durch das Rauchen einer Zigarette stark beeinträchtigt, insofern sich seine Zusammensetzung ändert: schädliche Substanzen sammeln sich im Speichel an, die langfristig Mundhöhlenkrebs verursachen.

Wenn Krebs auch nicht die zwangsläufige Folge ist, greift das Rauchen Zahnfleisch und Zähne an: Jeder kennt die gelben Zähne von starken Rauchern, auch die Zunge und die Lippen können sich verfärben. Übler Mundgeruch ist fast immer die unvermeidliche Folge starken Nikotinkonsums. Doch diese ästhetischen Beeinträchtigungen sind noch vergleichsweise harmlos neben den gesundheitlichen Auswirkungen.

Fast ein Drittel aller Raucher zwischen 35 und 45 leiden an stark ausgeprägter Parodontitis. Denn bei Rauchern bildet sich schneller Plaque auf den Zähnen, was die Vermehrung von Bakterien begünstigt, die letztlich Parodontitis hervorrufen. Und das erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zahnausfall natürlich drastisch Sie ist bei Rauchern doppelt so hoch, wie bei Nichtrauchern. Der Nikotinkonsum fördert die Lockerung der Zähne – und zwar indirekt: Durch die mit dem Rauchen einhergehende Schwächung der Abwehrkräfte wird das Zahnfleisch merklich anfälliger für Entzündungen, die früher oder später auch den Kieferknochen in Mitleidenschaft ziehen. Beginnt dieser erst einmal zu schrumpfen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis er den Zahn nicht mehr halten kann.

Selbstredend steigt diese Gefahr, je mehr Sie rauchen. Aber auch wenn die Parodontitis erkannt und behandelt wird, steht der Raucher nicht gut da, weil er meistens schlechter auf die Behandlung anspricht. Dass über 70 Prozent aller Zahnarztpatienten mit chronischen Parodontalerkrankungen Raucher sind, spricht für sich.

Bei der Behandlung ist vor allen Dingen problematisch, dass Nikotin die peripheren Adern verengt; also die Gefäße, die direkt unter der Oberfläche liegen und beispielsweise die Zellen des Zahnhaltegewebes mit Blut versorgen. Starkes Rauchern führt aber zu einem andauernden Engpass in der Blutversorgung: Die Zellen werden geschädigt oder sogar stark dezimiert. Dies ist schon bei der Früherkennung von entzündlichen Erkrankungen nachteilig: Das Zahnfleisch blutet nicht so schnell, wie bei einem Nichtraucher, sodass die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oftmals lange unbemerkt bleibt.

Wenn das Rauchern schon für Menschen mit gesundem Zahnhalteapparat enorme Risiken birgt, ist es für diejenigen, die bereits über Inlays, Implantate oder gar Brücken verfügen, noch deutlich gefährlicher. Nicht umsonst ist der Verlust von Implantaten ein typisches Raucherproblem. Wenn die Schleimhaut angegriffen oder verletzt ist, hemmt das Rauchen die Wundheilung. Das wird vor allem dann zu einem Problem, wenn ein chirurgischer Eingriff in der Mundhöhle nötig wird. Während Nichtraucher meistens nach kurzer Zeit wieder beschwerdefrei Essen und Trinken können, dauert es bei Rauchern immer länger, bis das Zahnfleisch sich wieder erholt hat. Der Erfolg einer Behandlung wird daher maßgeblich durch den Nikotinkonsum beeinflusst. Die Behandlung eines Rauchers dauert für gewöhnlich länger, ist risikoreicher und damit kostenintensiver.

Der klügste und nachhaltigste Weg ist daher selbstverständlich, mit dem Rauchen aufzuhören. Was viele nicht bedenken, ist, dass auch Nichtraucher, die dem Rauch lange Zeit ausgesetzt sind, weil sie beispielsweise mit einem Raucher verheiratet sind und/oder zusammenwohnen, einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt sind, an einer entzündlichen Veränderung der Mundschleimhaut zu erkranken.

Für den Raucher – wenn er dieses Laster (noch) nicht ablegen kann – ist es daher eine zwingende Pflicht, penibel auf seine Mundhygiene zu achten und die Zähne unbedingt mehrmals pro Jahr professionell reinigen zu lassen.