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Mundhygiene: Warum sie so wichtig ist und was man dabei beachten sollte

Wer sich gut informiert und täglich gründliche Mundhygiene betreibt, der kann sich viel Schmerz und Ausgaben im Krankheitsfall ersparen.
Dass die Qualität der individuellen Zahnpflege aber unter Umständen nicht nur die Gesundheit der Mundhöhle betrifft, sondern auch auf den Gesundheitszustand allgemein Einfluss haben kann, wissen nur die Wenigsten.

Klar ist, wo nicht ausreichend oder richtig geputzt wird, bildet sich bakterielle Plaque und mit der Zeit auch Zahnstein, die die Entstehung von Karies, Parodontitis und Gingivitis enorm begünstigen. Auch der unschöne Mundgeruch unter dem immerhin rund 23% der deutschen Bevölkerung leiden, ist auf die schadhafte Bakterienvermehrung oder auf chronische, oft unentdeckte Entzündungen in der Mundhöhle zurückzuführen.

Seit einigen Jahren ist aber auch klar, dass Karies und chronsiche Entzündungen des Zahnfleischs und des Zahnhalteapparates das Risiko, andere, schwerwiegende Karnkheiten zu bekommen, zusätzlich erhöhen. Bei einer Parodontalerkrankung beispielsweise – die bei erstaunlichen 70% der Deutschen im Alter zwischen 35 und 44 Jahren zu finden ist – wandern die Bakterien über die betroffene Stelle in die Gefäße ein und richten dort großen Schaden an. Das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko der Betroffenen ist in der Folge sehr viel höher als bei der zahngesunden Kontrollgruppe selben Alters.

Die probatesten Mittel, die Zahngesundheit zu erhalten, sind weithin bekannt: täglich zweimaliges Zähneputzen und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt. Wenn die Probleme aber damit nicht verschwinden, ist vielleicht doch ein genauer Blick auf die Zahnputztechnik, auf die verwendeten Hilfsmittel oder auch auf das Ernährungsverhalten geboten. Hier ein Paar grundlegende Tipps in puncto Mundhygiene.

Das Zähneputzen

Die Zähne sollten mindestens zweimal täglich geputzt werden, nämlich morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Zubettgehen. Bei Bedarf putzt man auch nach Mahlzeiten während des Tages. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass nicht unmittelbar davor saure Speisen und Getränke (Zitrusfrüchte, Wein, Fruchtsäfte, Cola, Jogurt etc.) zu sich genommen wurden. In diesem Fall sollte man etwa eine Stunde mit dem Zähneputzen warten. Da durch die Säure in den Speisen die Zahnsubstanz leicht angegriffen ist, kann ein zu zeitnahes Zähneputzen dem Zahn sogar eher schaden als nutzen. Warten Sie also bis die Säure neutralisiert wurde.

Vor dem Zähneputzen empfiehlt es sich immer, den Mund durch Spülen mit klarem Wasser schon einmal von groben Essensresten zu befreien. Danach kann man getrost putzen, wobei die Putzzeit mindestens zwei Minuten, besser noch drei Minuten betragen sollte.

Die Technik

Einem weit verbreiteten Vorurteil zufolge werden die Zahnoberflächen umso sauberer, je fester man schrubbt. Es gilt aber: Lieber putzen als schrubben. Zu hoher Druck kann das Zahnfleisch verletzen und einen Rückgang desselben hervorrufen, der die Wurzeloberflächen freilegt. Der richtige Druck auf die Zahnbürste liegt bei etwa 150 bis 200g. Die Stärke des Drucks lässt sich schnell und einfach an einer Küchenwaage testen und üben.

Was die Bewegungsrichtung der Zahnbürste anbelangt, sollte man immer darauf achten vom Zahnfleisch weg zu bürsten („von Rot nach Weiß“). Auch dadurch vermeidet man unnötige Verletzungen des Zahnfleischs. Zudem sollte man sich eine feste Reinigungsabfolge angewöhnen, denn bei unkoordiniertem Putzen passiert es häufiger, dass einzelne Zahnflächen oder gar ganze Bereiche vergessen werden. Schon Kindern wird deshalb die sogenannte KAI-Putzsystematik beigebracht, wobei KAI für die Abfolge von Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen steht.

Die Hilfsmittel

Entscheidend für eine gute Mundhygiene sind auch die Hilfsmittel. So ist etwa nicht jede Zahnbürste gleich gut geeignet. Beim Kauf einer handelsüblichen Zahnbürste sollte man z.B. lieber zu einem kurzen Bürstenkopf greifen. Mit diesem können die schwer erreichbaren Backenzähne und andere Engpässe der Mündhöhle besser gesäubert werden, als mit einem großen Bürstenkopf.
Idealiter sollte die Borstenstärke weich oder mittel sein, da auch zu harte Borsten zu Verletzungen führen können, insbesondere wenn der Patient schon an Vorerkrankungen leidet.

Gerade was die Hygiene anbelangt ist es sehr empfehlenswert, Zahnbürsten mit Kunststoffborsten zu wählen. Sie haben den Vorteil, dass ihre Borsten abgerundet sind und sie nach der Benutzung schnell austrocknen und damit die Keimbesiedlung relativ gering bleibt – vorausgesetzt man spült sie sorgfältig aus, klopft das Restwasser heraus und stellt sie mit dem Kopf nach oben in ein offenes Gefäß. Im Gegenteil dazu bieten Naturborsten allerlei Bakterien einen idealen Nährboden, weil sie schlecht austrocknen, innen hohl sind und so leichter splissen, was wiederum zu Verletzungen des Zahnfleischs führen kann.

Trotz der positiven Eigenschaften einer Zahnbürste mit Plastikborsten sollte diese aber dennoch in einem regelmäßigen Turnus von wenigstens 12 Wochen ausgetauscht werden. Sobald die Borsten der Zahnbürste anfangen, sich zu verbiegen, kann man davon ausgehen, dass sie bis zu 30% ihrer Reinigungskraft verliert.

Und auch für die Auswahl der Zahnpasta gibt es den ein oder anderen wissenswerten Tipp. So sollte man beispielsweise darauf achten, dass sie Fluoride enthält. Gleichermaßen vorteilhaft ist der Zusatz von antibakteriellen und zahnhärtenden Substanzen wie Zinn- und Aminfluoridlösungen oder Chlorhexidin. Chloroformhaltige Zahnpasta hingegen sollte lieber gemieden werden, da dieser Inhaltsstoff Kunststofffüllungen und Kronen angreifen kann.

Da Zahnpasta in Deutschland zu den Kosmetika und nicht zu den Lebens- oder Arzneimitteln gezählt wird, existiert keine Auszeichnungspflicht für Inhaltsstoffe, viele Hersteller zeichnen sie aber nichtsdestoweniger aus. Deshalb empfiehlt es sich immer einen genauen Blick auf die Tube oder Verpackung zu werfen. Besonders die oftmals in Zahnpasta zugesetzten Schleifkörper, die unter anderem Verfärbungen entfernen sollen, sind dabei im Auge zu halten. Eine zu aggressive abrasive Wirkung kann die Zähne schädigen, weshalb man auf einen sehr geringen bis mittel abrasiven RDA-Wert ( Relativ Dentin Abrasion) achten sollte. Der Mittelwert liegt bei RDA 40 bis 60.

Ist man mit dem Putzen nun so weit fortgeschritten, sind noch immer etwa 30% der Zahnoberflächen nicht richtig gesäubert. Die Rede ist von den Zahnzwischenräumen (Interdentalraum), die die Zahnbürste schlicht nicht erreicht und in denen sich Speisereste und Zahnbeläge sammeln. Hier ist der Einsatz von Zahnseide und Interdentalbürsten oftmals unerlässlich. Es wird empfohlen die Zwischenräume wenigstens einmal täglich mittels Zahnseide zu reinigen. Mit fluoridhaltiger Zahnseide kann man zusätzlich zur Reinigung noch einen positiven Effekt erzielen.

Bei Patienten mit größeren Interdentalräumen, Implantaten, Brücken oder freiliegenden Zahnhälsen kann wiederum der Einsatz der Interdentalbürste eine bessere Reinigungswirkung erzielen, da es diese, im Gegensatz zur Zahnseide, in den passenden Größen gibt und sie den individuellen Pflegeempfehlungen entsprechend erworben werden können. Am sichersten wird der Zahnarzt, der den Patienten kennt und behandelt, eine passende Empfehlung geben. Auch die Anwendung kann im Rahmen einer PZR etwa erklärt und gelernt werden.

Bei einer umfassenden Mundhygiene sollte letztlich auch nicht die Zunge vergessen werden. Ihre Oberfläche ist verhältnismäßig rau und gerade im hinteredn Bereich oft mit Belägen überzogen. Diese bestehen in der Regel aus Speiseresten, toten Zellen und Keimen, die dort ideale Vermehrungsbedingungen vorfinden. Werden sie nicht regelmäßig entfernt können die Konsequenzen chronischer Mundgeruch oder eine vermehrte Entzündungsneigung sein. Deshalb darf die tägliche Mundhygiene auch die Zunge nicht auslassen. Dafür gibt es heutzutage spezielle Zungenreiniger, mit denen die schädlichen Beläge abgeschabt werden können. Dies tut man, indem man möglichst weit im Rachenbereich ansetzt und das Gerät zur Zungenspitze hin zieht.

Wenn man nun einmal überschlägt, dass man pro Jahr vier bis sechs Zanhbürsten, ca. acht Tuben Zahnpasta, noch einmal vier bis sechs Rollen Zahnseide (zusätzlich oder alternativ 52 Interdentalbürsten) kauft, so kommt man auf eine jährliche Ausgabe für Zahnpflege von 75 bis 110 Euro. Rechnet man nun die Kosten auf den täglichen Aufwand um, so sind das zwischen 20 und 30 Cent pro Tag, die der Durchschnittsdeutsche für die heimische Mundhygiene ausgeben müsste. Im Vergleich zu den Schmerzen, Risiken und Kosten, die andernfalls anfallen, scheint das ein sehr geringer Preis. Und schon Antoine de Saint-Exupéry wusste, wie unersetzlich wertvoll ein schönes Lächeln ist: „Ein Lächeln ist oft das Wesentliche. Man wird mit einem Lächeln belohnt oder belebt.“

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